Was man in der Dominikanischen Republik essen sollte
Die Küche der Dominikanischen Republik verbindet spanische, afrikanische und Taíno-Einflüsse zu einer echten dominikanischen Küche, die die Einheimischen jeden Tag essen. Vom traditionellen Frühstück Mangú bis zum Nationalgericht La Bandera – dieser Guide zeigt die besten dominikanischen Gerichte, die man in lokalen Comedores, Strandhütten und bei Straßenverkäufern findet. Das muss man in der Dominikanischen Republik probieren – die wichtigsten dominikanischen Speisen und beliebte Gerichte von morgens bis abends.
La Bandera: das Nationalgericht der Dominikaner

Das beliebteste dominikanische Essen – Reis, Bohnen, Fleisch, Salat. Dieses typische dominikanische Mittagessen steht mittags zwischen 13 und 14 Uhr auf jedem Tisch.
Was in La Bandera Dominicana drin ist:
Weißer Reis – fluffig, perfekt gekocht
Rote Bohnen, geschmort mit Sofrito (Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Koriander) bis cremig
Geschmortes Fleisch – meist Hähnchen, aber auch Schwein, Rind oder Fisch
Frischer Salat – geraspelter Kohl, Tomaten, Avocado
Manchmal frittierte Kochbananen. Manchmal Yuca. Immer sättigend.
Warum das Nationalgericht: Diese Kombination liefert vollständiges Protein, Kohlenhydrate und Nährstoffe. Plantagenarbeiter, Bauarbeiter, Büroangestellte – alle essen mittags La Bandera.
Wo man echte dominikanische Küche findet: In jedem Comedor (lokales Restaurant). Such nach Orten mit handgeschriebenen Menüs und vielen Einheimischen.
Nach den morgendlichen Buggy-Abenteuern durch die Bergpfade halten die Guides in Comedores für La Bandera. Es gibt einen Grund.
Dominikanisches Frühstück: Mangú und los tres golpes

Das beste dominikanische Frühstück – Püree aus grünen Kochbananen mit in Essig angebratener roter Zwiebel. Dazu frittierter Käse, frittierte Salami, Spiegeleier.
Dieses traditionelle dominikanische Frühstücksgericht klingt erstmal komisch. Schmeckt aber unglaublich.
Die Formel:
Grüne Kochbananen kochen → mit Butter und Wasser zerstampfen → mit saurer eingelegter roter Zwiebel bedecken → „los tres golpes“ hinzufügen: Käse, Salami, Eier
Textur: Ähnlich wie Kartoffelpüree, aber deutlich dichter. Die Zwiebel schneidet durch die Schwere.
Wann die Dominikaner Mangú essen: Jeden Morgen. Frühstückslokale servieren dieses beliebte dominikanische Gericht bis 11 Uhr, danach wechseln sie zu La Bandera.
Pro-Tipp: Extra Zwiebeln bestellen. Die machen den Unterschied.
Sancocho: dominikanische Suppe für besondere Anlässe

Eintopf aus sieben Fleischsorten, der die dominikanische Hausmannskost prägt. Hähnchen, Schwein, Rind, Ziege – was gerade da ist. Dazu Yuca, Kochbananen, Mais, Yautía, alles stundenlang geschmort, bis alles zerfällt.
Die Dominikaner machen Sancocho für:
- Sonntage
- Feiern
- Kater
- wenn die Oma zu Besuch kommt
Warum besonders: Mindestens 3–4 Stunden. Echte dominikanische Küche lässt man nicht hetzen. Die Brühe wird extrem reichhaltig – das ganze Kollagen aus den Knochen löst sich auf.
Wird mit weißem Reis und Avocado separat serviert. Oben drüber Limettensaft.
Wo man es findet: Wochenendmärkte, Familienlokale, überall wo „Sancocho Domingo“ steht.
Dominikanisches Streetfood, das man probieren muss

Dominikanisches Streetfood ist nicht fein. Es ist frittiert, schnell, wird aus Fenstern und Strandkarren verkauft. Hier findet man das beste dominikanische Essen.
Empanadas und Pastelitos
Frittierte Teigtaschen – eine der beliebtesten dominikanischen Snacks.
Gefüllt mit Hackfleisch, Käse, Hähnchen oder Guavenpaste.
Der Unterschied:
- Empanadas = Weizenmehlteig
- Pastelitos = Yuca-Mehlteig (knuspriger)
Überall zu kaufen: Strandverkäufer, Colmados, Straßenstände.
Beste Zeit: Frische Charge = beste Charge. Frag „¿Están calientes?“
Yaroa: dominikanischer Fast Food
Das Geschenk von Santiago an die Nachtesser. Dieses typische dominikanische Gericht stammt von der Straße.
Schichten:
Pommes → Hackfleisch oder Hähnchen → Käse → Ketchup/Mayo/Senf → noch mehr Käse
Wird in Styroporbox serviert. Mit Plastikgabel gegessen. Schmeckt genau so, wie Essen nach Alkohol schmecken sollte: im Moment sensationell.
Chicharrón: dominikanisches frittiertes Schwein und Hähnchen
Frittierte Fleischstücke – unverzichtbarer Teil der dominikanischen Küche.
Zwei Arten:
- Chicharrón de cerdo – Schweinefleischstücke
- Chicharrón de pollo – frittierte Hähnchenstücke (was Amerikaner fried chicken nennen)
Wird nach Gewicht verkauft. Kommt mit Tostones oder frittierten Yuca-Streifen.
Nach Reitausflügen bei Sonnenuntergang verkaufen Strandverkäufer Chicharrón de pollo aus Kühlboxen. Dieses beliebte dominikanische Gericht schmeckt am Strand nochmal anders.
Dominikanische Meeresfrüchte: frischer Fang aus dem Ozean

Puerto Plata = Küstenstadt = überall frischer Fisch. Einige der besten dominikanischen Gerichte kommen aus dem Meer.
Pescado frito: dominikanischer frittierter Fisch
Ganze frittierte Fische – meist Rotbarsch oder Tilapia. Dieses typische dominikanische Gericht gibt’s in jedem Strandrestaurant.
Knusprig frittiert, serviert mit Tostones, Reis, Salat.
Auf dominikanische Art: Alles essen. Knochen sauber abnagen. Im Kopf ist das beste Fleisch.
Langosta: karibischer Langusten
Karibische Stachel-Languste – keine Scheren, nur Schwanz. Gegrillt oder in Knoblauchsoße.

Realität: Langusten sind in der ganzen DR teuer. Kein Streetfood. Aber Strandrestaurants in der Nähe von Isla Bonita servieren frisch gefangene zu vernünftigen Preisen.
Lambí: dominikanische Schnecke (Conch)
Zäh, aber zart und lecker. In kreolischer Soße geschmort oder knusprig frittiert. Traditionelles dominikanisches Gericht aus karibischen Gewässern.
Lambí gibt’s überall auf der Insel. Die Dominikaner wissen, wie man es richtig zubereitet – langsames Schmoren macht es zart.
Dominikanische Tropenfrüchte

Märkte platzen vor Früchten. Farben, von denen man nicht wusste, dass es sie gibt. Frisches Obst gehört unbedingt zu dem, was man in der Dominikanischen Republik essen sollte.
Dominikanische Früchte, die man probieren muss:
Chinola (Maracuja) – süß-säuerlich, unglaublich als Saft
Lechoza (Papaya) – riesig, viel süßer als Supermarktware
Guineo (Banane) – klein, intensiv süß
Mango – viele Sorten, Hochsaison April–Juli
Piña (Ananas) – geschält am Stiel verkauft, mit Salz bestreut
Coco (Kokosnuss) – frisches Kokoswasser direkt aus dem mit Machete geöffneten Nuss
Strandverkäufer tragen Kühlboxen mit geschälter Ananas, Mango, Kokos.
Pro-Tipp: Ananas mit Salz klingt falsch. Schmeckt richtig. Vertrau den Einheimischen bei diesem klassischen dominikanischen Snack.
Dominikanische Getränke: was die Einheimischen täglich trinken

Morir Soñando: dominikanisches Orangen-Milch-Getränk
„Träumend sterben“ – das berühmteste dominikanische Getränk. Orangensaft, Milch, Zucker, Eis, Vanille.
Klingt falsch: Zitrus + Milch = geronnene Katastrophe?
In Wirklichkeit: cremig, süß, erfrischend. Wie ein dominikanischer Creamsicle. Dieses beliebte dominikanische Getränk ist überall.
Der Trick: Erst Milch aufs Eis, dann langsam Saft dazu. Richtig mischen = glatt. Zu schnell = gerinnt.
Dominikanischer Kaffee
Stark und süß. Kleine Tassen, dickflüssig, sirupartig. Die dominikanische Kaffeekultur sitzt tief.
Wird in Colmados, an Straßenecken, nach dem Essen serviert. Kein Starbucks. Espresso-ähnliche Shots, die sofort wach machen.
Jugos naturales: frische dominikanische Fruchtsäfte
Überall frisch gepresst. Orange, Maracuja, Ananas, Mango, Tamarinde – mit Wasser oder Milch mixen, mit Zucker süßen.
Jedes Comedor und jeder Colmado macht sie frisch. Unverzichtbar für das echte dominikanische Essenserlebnis.
Wo man die beste dominikanische Küche findet
Colmado: dominikanischer Eckladen
Laden + sozialer Treffpunkt. Jedes Viertel hat 3–5. Hier kaufen Einheimische täglich Essen.
Verkaufen:
- Snacks
- Empanadas
- Kaffee
- frischen Saft
- Kleinkram
Wie es läuft: hingehen, bestellen, draußen essen/trinken. Die Leute stehen rum, plaudern, schauen auf die Straße.
Comedor: traditionelles dominikanisches Restaurant
Lokales Restaurant, das echte dominikanische Küche serviert. Meist familiengeführt, handgeschriebenes Menü, Plastiktische.
Typisches Menü:
- La Bandera (immer)
- Sancocho (am Wochenende)
- was heute Morgen gekocht wurde
Wie man gute Comedores erkennt: Mittags voll mit Einheimischen. Das ist das Zeichen für die beste Küche.
Strandverkäufer: dominikanisches Streetfood auf Sand
Mobile Kühlboxen. Empanadas, Chicharrón, Früchte, Getränke. Beliebtes dominikanisches Essen direkt zur Liege.
Das System: laufen am Strand entlang und rufen, was sie haben. Winken. Preise meist fair, aber vorher klären.
Bei Reitausflügen am Strand und Ausflügen nach Isla Bonita gehören die Verkäufer zum Erlebnis. Kalte Getränke zur Liege = karibische Effizienz.
Mercado: dominikanischer Lebensmittelmarkt
Früchte, Gemüse, Fleisch, Chaos. Wo Einheimische Zutaten für traditionelles Kochen kaufen.
Hauptmarkt in Puerto Plata: nahe Fort San Felipe. Früh hingehen (7–9 Uhr) für das Frischeste.
Was kaufen: frisches Obst, Kokosnüsse, Gemüse. Fleisch nur, wenn man es sofort zubereitet.
Sicherheitstipps für dominikanisches Essen
Wie man dominikanisches Essen sicher genießt:
Nur Flaschenwasser trinken. Leitungswasser ist nicht giftig, aber der Magen ist nicht dran gewöhnt. Erste Tage Zähneputzen mit Flaschenwasser.
Eis ist okay in etablierten Lokalen – sie benutzen gereinigtes Wasser. Bei Straßenverkäufern? Lieber lassen.
Immer selbst Obst waschen!
Heißes Essen = sicheres Essen. Frisch gekocht = gut. Stundenlang gestanden = Risiko.
Comedores voll mit Einheimischen = sicher. Leeres Restaurant mittags = Warnsignal.
Realität Streetfood: Empanadas, Pastelitos, Chicharrón von Verkäufern sind meist in Ordnung. Dominikaner essen das täglich. Aber wenn es komisch aussieht, dem Bauchgefühl vertrauen.
Ist dominikanisches Essen scharf?
Nein. Die dominikanische Küche ist im Vergleich zu mexikanisch oder thailändisch überhaupt nicht scharf.
Für den Geschmack kommt Sofrito (Zwiebeln, Paprika, Knoblauch, Koriander) zum Einsatz, nicht Schärfe. Scharfe Soße steht auf den Tischen, aber die Basis ist mild.
Ausnahme: Manche geben sich selbst scharfe Chilischoten drauf. Das ist persönlich, nicht Standard.
Kinder essen dasselbe wie Erwachsene. Das sagt alles über den Schärfegrad in der traditionellen dominikanischen Küche.
Warum dominikanisches Essen so gut funktioniert
Es ist kein Gourmet-Essen. Meist auch kein Instagram-Food. Es ist das, was man isst, wenn man Hunger hat, wenn man feiert, wenn man zu Hause ist.
Reis und Bohnen geben Energie. Kochbananen machen satt. Alles Frittiertes schmeckt in tropischer Hitze fantastisch. Kalte Getränke machen bei 32 °C Sinn.
Nach einem Vormittag Wasserfall-Abenteuer oder Buggy-Touren in den Bergen ist La Bandera in einem Straßen-Comedor nicht nur Mittagessen – es ist der Reset vor der Nachmittags-Strandzeit.
Das beste dominikanische Essen ist nicht schick. Es ist echt. Und nach einer Woche echter dominikanischer Küche wirst du es zu Hause vermissen.
Bereit, die Dominikanische Republik zu schmecken? Unsere Ausflüge in Puerto Plata machen Halt an den besten lokalen Essensplätzen. Echte dominikanische Küche, echte Erlebnisse. 🍴🇩🇴